
Etappen: Concordia, Portogruaro, das Benedektinerkloster in Summaga, Sesto al Reghena, San Donà di Piave, Chiesanuova.
Von Jesolo folgen Sie der Straße nach Caorle und Salute di Livenza, nach ca. 10 Km finden Sie einen Kreisverkehr, wobei Sie nach rechts Richtung Portogruaro weiterfahren.
Sie fahren hier auf der Landkreisstraße nach Latisana, bis Sie die kleine Ortschaft Sindacale erreichen; hier fahren Sie nach links Richtung Concordia Sagittaria.
Concordia war ein römischer Vicus, gegründet unter Kaiser Augustus im Jahre 42 v.C. entlang der Via Annia. Die Kathedrale wurde 1466 mit spätgotischen Elementen gebaut. Unter der Kathedrale befindet sich eine Basilika Apostolorum mit einem alten Mosaikfußboden. In der Kirche sind zwei interessante Weihwasserbecken und eine Taufkapelle mit romanischen Fresken geschmückt.
Draußen befindet sich der Glockenturm aus dem 11. Jahrhundert. Auch Überreste von römischen Villen, einer Brücke und eines Theaters sind zu sehen. Sehenswert ist das Stadtmuseum mit seiner großen Sammlung von Statuen, Bronzefiguren, Grabsteinen und anderen Fragmenten.
Nachdem man Concordia verlassen hat, erreicht man nach drei Kilometer die Stadt Portogruaro. In der Kirche San Giovanni kann man die Deckenfresken von A. Urbani bewundern, und insbesondere eine interessante Madonna mit Kind und eine Altartafel von Leandro Da Ponte. In der Piazza della Repubblica befindet sich das Rathaus mit der unverwechselbaren gotischen Ziegelfassade (1372-80). Sehenswert sind die sechs Marmorblöcke, “Testoni” genannt, aus dem 16. Jahrhundert, und den kleinen Kranich-Brunnen von Giovanni A. Pilacorte. Hinter dem Rathaus befindet sich der Fischermarkt mit der Loggia und dem Oratorium.
In der Nähe liegen der Mühlen an der Lemene, die im Jahr 1477 vom Bischof Antonio Felotto gegründet wurden. Sehr interessant ist der Dom Sant’Andrea, mit dem romanischen schiefen Turm. Bemerkenswert sind auch der Palast De Götzen, der Palazzo del Moro, das Tor San Gottardo, der Palazzo Marzotto, die Villa Comunale, die Kirche San Luigi und der Palazzo Venanzio. Das staatliche Archäologische Museum darf man nicht verpassen.
Wenige Kilometer von Portogruaro entfernt befindet sich die Benedektinerabtei von Summaga (1211). Wenn man nun nach Westen fährt, Richtung Pordenone, erreicht man Cinto Caomaggiore. Hier kann man wählen, ob man nach rechts und somit nach Sesto al Reghena oder nach links und also nach Pramaggiore, wo man die Regionale Weinausstellung sehen kann, weiterfahren möchte.
Sesto al Reghena: die Abtei trägt noch den alten Stadtnamen Santa Maria in Silvis und stammt ursprünglich vom 8. Jahrhundert und von der langobardischen Herrschaft. Sie wurde in kurzer Zeit sehr bedeutend und mächtig. Zwischen 1000 und 1300 erreichte sie den Höhepunkt ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht, und außerdem besaß sie viele Ländereien im Friaul, Istrien und Venetien.
Die romanische Basilika, so wie wir sie heute sehen, wurde im 12. Und 13. Jahrhundert gebaut und erlebte viele Renovierungen. Der Haupteingang zur Kirche besteht aus der originalen Halle und einem Säulengang, die im 14. Jahrhundert mit Fresken völlig bemalt wurden. Die Krypta beherbergt den Sarkophag der Heiligen Anastasia, ein bemerkenswertes Werk der byzantinisch-langobardischen Kunst des 8. Jahrhunderts, und ein Basrelief mit Mariä Verkündigung.
Um nach Lido di Jesolo zurückzukehren, lohnt es sich nach Süden über Cessalto, Ceggia und San Donà di Piave zu fahren, wo man das vor kurzem ausgebaute Museum der Bodentrocknung besichtigen kann. Hier sind viele Objekte der verschwundenen Stadt Heraclia aufbewahrt. Einige Säle sind der Archäologie, andere der besonderen hydraulischen Lage dieser Gebiete im 16. und 17. Jahrhundert, der Bodentrocknung und den Genossenschaften für die Bodentrocknung, der Textilmanufaktur mit Webestühlen aus Holz aus dem 18. Jahrhundert, dem Handwerk, dem Ersten Weltkrieg, den Objekten und Ausstattungen des bäuerlichen Alltags gewidmet. In San Donà di Piave sollte man schließlich einen kurzen Spaziergang in dem Flußpark den Fluß Piave entlang machen. Der Park erstreckt sich zwischen dem Ponte della Vittoria und dem sogenannten Schnitt (Taglio) di Intestadura.
Über Chiesanuova, das Ufer des Piave Vecchio entlang, erreicht man Caposile, wo man die malerische Waagebrücke bewundern kann, die an manche Bilder Van Goghs erinnert.
Von hier aus kann man nun Jesolo sehr schnell erreichen, indem man der Hauptstraße den Sile entlang folgt, oder auf der Vie Salsi fährt, die sich an demselben Fluß hinzieht, aber eine schönere Aussicht auf die Lagune Drago-Jesolo und Grassabò bietet.
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