
Vom Tourismus sind die ersten Zeugnisse vom den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts, als man die erste Badeanstalt am Strand von Piazza Marconi eröffnete.
Gleich nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Tourismusbranche sehr schnell. Villen, Ferienkolonien und erste Hotels wurden aufgebaut.
Im Jahre 1934 gab es schon 47 Genehmigungen für Gasthäuser, 24 für Lokale und 4 für Hotels mit Sommeröffnung.
Drei Jahre später waren die Gasthäuser 11, die Ferienwohnungen 57, dazu kamen noch 2 Gasthöfe, 1 Trattoria, 3 Pensionen und 6 Hotels.
Im Jahre 1938 zählte man 10.780 Urlauber an den Stränden Jesolos.
Im Jahre 1939 waren die Gasthäuser 20, die Ferienwohnungen und Villen waren 76; 5 waren die Gasthöfe, 3 Pensionen, 8 Hotels. Aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich Jesolo als Badeort stark entwickeln.
Durch den beliebten Strand zog die Stadt die Aufmerksamkeit von den Unternehmern aus Venetien und der Lombardei auf sich, die in dieser Entwicklung glaubten, viel Geld investierten und Hotels, Campingplätze, Häfen, Ferienhäuser, Villen bauten, Geschäfte, Restaurants, Sportanlagen eröffneten. Auch die Presse bemerkte den raschen Aufstieg dieses Badeortes.
Der Lido di Jesolo, wenige Kilometer vom zauberhaften Venedig entfernt, bietet 15 Kilometer Strand mit feinem, goldenem Dolomitensand. Durch ca. 80.000 Schlafplätze finden jedes Jahr über 10 Millionen Touristen (davon in Jesolo wohnende und sogenannte Pendler-Touristen) in Jesolo Unterkunft. Hier verbringen sie ihre Ferien am Strand, oder machen kurze Ausflüge in den Pinienwald oder in die Lagune; sie gehen in trendy Diskos, sogenannte Vergnügungstempel für junge Leute; in den Piazzen finden Aufführungen jeder Art statt; der bunte Lunapark und die via Bafile, die längste Fußgängerstraße Europas, bieten Lichtspiele und Unterhaltung. Überall hört man seinen Namen, in den verschiedensten Sprachen aus aller Welt gerufen.
Es gab einmal … werden unsere Enkelkinder erzählen… es gab einmal ein Dorf, zunächst Equilium, nachher Cavazuccherina, nun Jesolo genannt, und nicht weit davon gab es einen leeren Strand, wo die Wellen der Adria hinstarben. Es gab einmal … und es wird wie ein Märchen klingen; die Geschichte Jesolos, ein Wunder unserer Epoche, ein Naturparadies, das Ergebnis von Menschenarbeit, die Wolkenkratzer am Strand errichtet hat und den Himmel mit den tausend Farben der Sonnenschirme gefärbt hat… das Märchen der Menschheit auf dem Weg zur Zivilisation, vom Pfahldorf bis zum Wolkenkratzer, hier in Jesolo wie überall auf der Welt (A. Policek, C’era una volta).![]()
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